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 2014 Deutsche Junggeflügelschau Hannover

 

Die Deutsche Junggeflügeschau Hannover 2014 wird sicher in ganz besonderer Erinnerung bleiben. 

 

Wir hatten uns ja nun einiges vorgenommen, einige Hoffnungen in unser Vorhaben gesteckt und letztlich auch gewisse Bedenken, ob eine solche Aktion denn auch verstanden wird.  Allein durch die geleistete Vorarbeit und das damit verbundene Gemeinschaftsgefühl, war ein Scheitern aber schon ausgeschlossen. Es war beeindruckend mit anzusehen, wie sich die Mitglieder, trotz beruflicher Einbindung, hier im Vorfeld einbrachten du schließlich entstand, was in Hannover beeindrseidenstamm standuckte. 

In der Diskussion mit Besuchern der Junggeflügelschau und vielen Züchtern und Offiziellen sind interessante Meinungen und Anregungen festgehalten worden – insgesamt auf über 150 Karten! Diese werden ausgewertet und ausführlich publiziert. 

 Aber darüber später mehr.  

 

Hier lesen Sie die Festrede zur Schaueröffnung von Manfred Bartl                                          

 

 

 

 

 

 

Man(n) ist ängstlich

 

Liebe Züchter, verehrte Züchterfrauen – so ist die übliche Anrede bei Veranstaltungen.Das heißt im Klartext - schön, dass die Frauen mit dabei sind, mehr aber auch nicht. Ja gebraucht werden sie auch noch, wenn es ums Kuchen backen für Veranstaltungen geht. Nicht unüblich ist darüber hinaus, dass mit dem angesetzten Damenprogramm die Frauen sofort von dem eigentlichen Ereignis ausgegrenzt werden. Die Quotenregelung für Frauen war jüngst ein hochpolitisches Thema, offensichtlich ein Restliches von dem gleich nach der Wahl zusammengeschrumpften Wahlversprechen. Was da alles angeführt wurde. Es gibt zu wenige Kandidatinnen, wegen der Babypause ist die Kontinuität nicht gegeben und überhaupt ist der berufliche Wiedereinstieg problematisch. rb2015-1

 

Unsere Realität ist von dem politischen Geplänkel völlig unberührt.Viele Frauen sind viel tiefer und stärker involviert als schlechthin bekannt ist, die jedoch nicht im Vordergrund erscheinen, wohl auch, weil es die Männerwelt gar nicht so gerne sehen will. Dabei sind Frauen in der Geflügelzucht gar nicht so „neu“. Bereits im 18. Jahrhundert waren Frauen sehr stark involviert, zu dem Zeitpunkt hauptsächlich der Mode wegen. Federn waren in der Mode ein gern genutztes Naturprodukt und wurden sehr individuell im Modestil, vor allem im 18. Jahrhundert eingesetzt und gerne getragen. 

Im 19. Jahrhundert widmeten sich gerade Frauen der Wirtschaftlichkeit des Geflügels, die nicht nur auf Eier und Fleischproduktion setzte, sondern auch die Federn für Kissen, Bettdecken etc. nutzte. Dabei gibt es sehr erfolgreiche Frauen in der Chabo-Historie. Die bekannteste unter ihnen istFreifrau von Ulm Erbach, die Nichte des berühmten JapanforschersPhilipp Franz von Siebold. Sie führte mehrmals Chabo aus Japan ein und beschrieb ihre Kenntnisse von der Zucht in Japan. 

Die Sympathien wechseln von der Weiblichkeit zu den Chabo, aber auch umgekehrt wieder zurück. Vielleicht entsteht darüber das Gefühl der Schmetterlinge im Bauch. 

*Frauen stärker als Züchter einbringen 

*Alte Strukturen aufbrechen 

*Nichtgeflügelzüchterisches Ambiente sollte einfließen in Schauen und Öffentlichkeitsarbeit. 

* Laien einbinden als wichtige Sympathisanten 

Im Übrigen überwiegen im englischen Chabo Club die Frauen als ausgewiesene Züchterinnen.Unstrittig haben Frauen viele, vielleicht auch einige andere Talente als Männer. Sie sind meist flexibler und haben teils einen „ 7. Sinn“ fürs real Machbare. Gerade aus der Industrie ist bekannt, dass in wichtigen Gesprächsrunden Frauen sehr analytisch vorgehen und ganz bestimmt zur Disziplin der Gespräche beitragen. Ob Männer und Frauen wirklich so unterschiedlich sind, darüber streiten sich die Wissenschaftler wohl auch noch in vielen Jahren. Fakt ist, das jeder seinen Teil in die Welt bringt und ohne das eine könnte das andere nicht existieren. Der Blick auf bestimmte Dinge ist dann doch bei Frau und Mann unterschiedlich, die Prioritäten werden dadurch unterschiedlich gesetzt. Sicher kein Nachteil für unser Ansinnen. 

In der Jetztzeit setzen viele Frauen auf die Geflügelhaltung als ganzheitliches Familienerlebnis.Nicht nur dass die „eigenen“ Eier und Fleischprodukte um ein vielfaches gesünder sind, auch spielt die Haltung und Pflege von Haustieren eine große Rolle in der Kindererziehung. 

Was ist zu tun? 

Zunächst tun die Männer gut daran von ihrem Sockel zu steigen. Wir sollten unser Handeln und Tun auf Frauen einstellen und das WIE mit den Frauen ergründen oder durch sie selbst erarbeiten lassen. Vermutlich wird die einseitig auf Ausstellungen ausgerichtete Tätigkeit den Ansprüchen nicht  genügen. Geeicht durch die täglichen Ansprüche werden sie mutig Themen angehen, die uns massiv interessieren müssen und die in der Gesellschaft einen Stellenwert  besitzen und Eingang in die Lehrpläne finden können. Voraussetzung ist die Bereitschaft zur Öffnung, die uns auch in der Gesellschaft Akzeptanz sichert. 

Aus dem Komplex  Humanökologie (Menschen und ihre natürliche Umwelt) lassen sich vielfältige, zu uns passende Themen isolieren und mit höchster Spannung gestalten und bearbeiten. Der Fokus gilt den jungen Menschen, die an den Programmen teilhaben und sie später selbst gestalten können.

 

 

 

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Neue Wege in Vereinen und Clubs

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Fall 1: Eine junge Familie baut ein Reihenhaus in einer Neubausiedlung.An der Hauswand entsteht  ein schmucker kleiner Hühnerstall mit einer kleinen Voliere davor. Der Tipp stammt von der Oma, die selbst als Kind noch Hühner auf dem Bauernhof erlebte. Wenn die Kinder aus der  Schule kommen, erhalten die fünf völlig zahmen Chabo und Zwergseidenhühner Freilauf auf dem Rasen und werden von den Kindern viel herumgetragen. Die kleine Hühnerschar ist in den vergangenen drei Jahren zu einer Attraktion in der Siedlung geworden, und wenn jeweils um Ostern Küken schlüpfen, ist das ein besonderes Erlebnis für die ganze Nachbarschaft. Inzwischen ist eine zweite Familie dazugekommen, in deren Garten sich nun eine kleine Herde Zwerghühner tummelt. Sich einem Kleintierzuchtverein anzuschließen, darauf haben die Familien bisher noch keinen Gedanken verschwendet.

Fall 2: Dritter Freitag im Monat. Monatsversammlung des Kleintierzuchtvereins. Vierzehn Mitglieder, alles Männer meist im Rentenalter, haben sich eingefunden. Manchmal sind es auch weniger. Man redet über die vergangenen und kommenden Ausstellungen, findet sehr kritische Worte über die Bewertungen durch die Preisrichter, beschwert sich über den Impfzwang und die teuren Ausstellungsgebühren. Die Sprache ist deftig, nicht alle Äußerungen sind druckreif, nichts für  zarte Gemüter. Man klagt, dass die Zahl der Mitglieder immer weiter zurückgeht. Die Zukunft des Vereins, da sind sich alle einig, sieht nicht rosig aus.

Man kann sich schwer vorstellen, diese beiden Gruppen zusammenzubringen.Die Sprache, die Themen, der Umgang und das Interesse an den Tieren liegen meilenweit auseinander. h2Und doch gehen viele der Anregungen, die in Hannover bezüglich der Zukunft der Vereine und Clubs gegeben wurden, in die Richtung, dass wir die Trennung zwischen Haltern und Züchtern überwinden müssen. Einige der Forderungen lauten:

*Vereine sollten sich für Halter öffnen

*Ortsvereine sind für „Laien“ unattraktiv

*Akzeptanz von „Nur-Hobby-Haltern“ und deren Fragen

*“Einsteiger“ werden zu wenig unterstützt

*Geflügelliebhaber integrieren

*Laien einbinden als wichtige Sympathisanten

*Die Szene nicht mehr in Liebhaber und Züchter trennen

*Die Familien mit Kindern sollten mehr im Blick sein

*Anfangssorgen mit Beratung begleiten

*Umdenken in den Ortsvereinen (Schauzeitpunkt und –Gestaltung)

*Warum muss ich Mitglied im Ortsverein sein, um ausstellen zu dürfen?

* Frauen als Züchterinnen stärker einbinden

Ein Erfolgsfall:Eine Familie, die bisher keinen Bezug zu Hühnern hatte, kauft ein Haus auf dem Land. In der Nachbarschaft gibt es einen Geflügelzüchter. Das eigene Grundstück erlaubt es, auch einige Tiere zu halten. Aus den ursprünglich vier Zwerghühnern sind nach und nach drei Stämme Zwergaraucana und Chabo geworden. Inzwischen hat die Familie nicht mehr einfach nur Freude an den Tieren, sondern es ist eine richtige Zucht entstanden und die Erhaltung der Rassen und der spezifischen Merkmale ist inzwischen ebenfalls wichtig. Sie suchten längere Zeit nach einem Verein, in dem sie ihre Fragen vorbringen und über ihre Themen diskutieren können. Tierschutzfragen sind ihnen wichtiger als Ausstellungsbewertungen. Endlich haben sie einen Verein gefunden, der ihren Interessen zumindest teilweise entgegenkommt.

Wo liegt der Schlüssel für die Zukunft?Unsere Vereine und Clubs müssen sich öffnen, die Mitgliederstruktur muss sich ändern. Clubs wie der Chaboclub und einige Vereine haben dies erkannt und vermelden seit Jahren  steigende Mitgliederzahlen. Unter den Neumitgliedern ist der Anteil der Frauen sehr hoch. Da trägt das Bemühen Früchte, nicht nur passionierte Züchter aufzunehmen, hrsondern auch für Mitglieder interessant zu sein, die unsere Chabo vorwiegend zu ihrer Freude halten, sie gerne im Garten laufen sehen und Spaß an ihrem zutraulichen Wesen und ihrem schönen Aussehen haben. Damit sich Geflügelhalter in unseren Reihen wohl fühlen, müssen sich der Ablauf der Vereinsversammlungen und die Züchtertreffen der Clubs  der neuen Situation anpassen. Hier ist Flexibilität gefragt.

 

 

In kleinen Schritten

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Sabine Krüger (r), im Gespräch mit Besuchern

Täglich werden wir mit neuen Nachrichten versorgt.

Meist wird über Krisen und Tragödien berichtet. Obwohl es uns objektiv gut geht, herrscht Unzufriedenheit. Vermutlich auch, weil uns unter dem Deckmantel der Sozialisierung die persönliche Freiheit Stück für Stück genommen wird. Wir beklagen die Entfremdung zur Natur, die steigende Altersstruktur in den Vereinen, die Bevormundung durch Veterinärvorschriften, die Untätigkeit der Verbände und im Übrigen war früher alles besser. Es stimmt vielleicht alles. Vielleicht ist aber nur etwas dran, jedoch die grundsätzliche Unzufriedenheit bleibt erhalten. Unstrittig besteht ein erheblicher Handlungsbedarf, um unser Hobby für die Zukunft zu sichern. Der Optimismus dazu wird in der Kenntnis bestärkt, dass Probleme in kleinen Schritten gelöst werden können. 

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 Am Ende füllen sich die Wände

Selbstbewusst spricht der Chabo Club von einer Zeitenwende,wenn es gelingt die größtmögliche Zahl der Mitglieder und auch solche Personen, die es noch nicht sind, in den Dialog mit einzubinden. Wohl wissend, dass der Modus der Veränderungen sehr kurzzyklisch ist.  Also ist da nicht von einer Strategie zu sprechen, sondern eher vom ständigen Bemühen um die Mitglieder und Sympathisanten. Letztere bevorzugen starke Vereine und Clubs besonders dann, wenn ihnen das Gefühl vermittelt werden kann, individuell behandelt zu werden. Hier wird das breit gefasste Motiv des Auftritts deutlich. Die Besucher hatten das Wort. Aus alledem was dazu festgehalten wurde, will Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser, das nachstehende Autorenkollektiv berichten.

Udo Ahrens, Nicole Altstätter, Bernhard Hoch, Sabine Krüger und Manfred Bartl

 Ich bin ein Teil von WIR

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Das Diskussionsforum des Chaboclubs in Hannover 2014 

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Hinterdieser Aussage verbirgt sich ein langzeitlich gesichertes Miteinander.Es ist etwas, was nicht von heute auf morgen entstehen kann. Zunächst finden sich einige Menschen zusammen, die annägleiche Interessen verfolgen. Meist fehlt es nicht an Erfahrungen und Wissen aus den vergangen Jahrzehnten.  Spannend wird es dann, wenn es inhaltlich um das Jetzt und vor allem um das Morgen, nämlich die Weiterentwicklung und letztlich um die Daseinsvorsorge geht. Um nichts weniger als dies ist der Club der Chabozüchter bemüht. Es ist nicht eine enge Hülle, die den Chabo Club umgibt, sondern diese zeichnet sich durch  Weitsicht und kritische Offenheit zu all den uns berührenden Gegebenheiten aus. Das alles ist noch kein wesentlicher Unterschied zu anderen Vereinen. Es gibt jedoch einen sehr einfachen Grund für den erreichten Stellenwert, die meisten Ideen dazu werden auch umgesetzt.

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Auf diese Mannschaft ist Verlass!

 

Ohne die vielen „ichs“ kommt so etwas nicht zustande und ohne die Fähigkeit Gedanken, Motive und Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person zu erkennen wird es schwerlich eine empathische Gemeinschaft geben. Es ist für unseren Chabo-Club eine gelebte Wahrheit. In der Praxis sieht es dann so aus: Wir haben einen Sonntag-Vormittag im Rahmen der JHV 2014 auf Schloss Machern dafür genutzt, um das erarbeitete Konzept vorzustellen und zu diskutieren. Schon ein Jahr davor waren grundsätzliche Weichen gestellt und viele Einzelgespräche geführt worden, um die Begeisterung für ein großes Projekt zu wecken und die wesentliche Bereitschaft dafür auszuloten. In der Folge wurden auch ganz viele Informationen ausgetauscht, so dass alle Akteure über den weiteren Fortgang der Vorbereitung immer auf dem Laufenden waren. Schließlich kam das Aufbaudatum. Dazu gehörte die pünktliche Anlieferung des Standes (ein 13 Meter langer Sattelauflieger aus dem Fuhrpark Wellteam) und die 14 Mann starke Aufbaumannschaft. Abgesprochen war Mittwoch 9.00 Uhr in der Halle. Keine Person davon ist in Hannover wohnhaft. Zwischen 40 und 500 km liegen die Anreiseorte von Hannover entfernt. Um es kurz zu machen: Alle waren pünktlich um 9.00 Uhr erschienen. Nachmittags um 16.00 Uhr war der Grundaufbau erledigt, gespachtelt und gestrichen, um  eine Woche später den funktionalen Innenausbau und die Ausstattung machen zu können. Noch heute bewegt mich die gegebene Verlässlichkeit, für die ich ganz herzlich danke, und ich selbst bin auch mächtig stolz darauf, dass ich einer von dem WIR sein dürfte.

 

Manfred Bartl

 

Neben dem ausgetretenen Pfad

 

Liebe Leserinnen und Leser,

 

Mit dem neuen, etwas anderen „Rundblick“will der Chabo-Club, bewusst thematisch und in einigen Details von den bisherigen Veröffentlichungen abweichend, vor allem Mut zu sprechen und hoffentlich für viele eine anregende Lektüre vorstellen.rb2015-1

 

Vor gut zwei Jahrzehntenkooperierten die Clubs der Brünner- Kröpfer- und Chabozüchter, für ein Projekt -„Schauen der Zukunft“. Im Foyer der Messe Nürnberg, bot sich uns die Gelegenheit, anlässlich der Nationalen, unsere Vorstellungen zu präsentieren. Es ergab sich in dem Konzept eine deutliche Abkehr zu der gewohnten Praxis. Dabei dominierten die Paar- und Gruppen-zusammenstellungen der Tiere in einem lockeren und dekorativen Umfeld. Trotzdem konnte eine qualitative Beurteilung der Tiere erfolgen. Die erreichte Beachtung hielt sich damals jedoch in Grenzen und die Nachahmung war anfangs eher zurückhaltend. Es war der Zeit einfach voraus gegriffen, so ist es jedenfalls in Erinnerung geblieben und heute überraschend aktuell.

 

Mit kleinen und auch sehr großen Auftrittenhat unser Club in der Folgezeit die Gedanken und die damit verbundenen  Ziele nicht aus den Augen verloren, damit auch in vielerlei Hinsicht profitiert. Folglich tauchte die Frage auf: Wie soll es denn weitergehen? Mit dem zunehmenden Erfolg stiegen auch die Ansprüche. Wir wollen jedenfalls, dass die Entwicklung in Bewegung bleibt und dazu müssen wir uns selbst mitbewegen. Die Thematisierung für unseren nächsten öffentlichen Auftritt war nicht sonderlich schwer, weil wir den Trend zur gesunden Ernährung, den häufig geäußerten Wunsch nach Glück und Muße aufgriffen, wie eben auch umgekehrt der berechtigten Sorge des ständigen“ Weniger Werdens“ entgegentreten möchten. Als Austragungsort haben wir die Junggeflügelschau 2014 in Hannover gewählt. Wie in der Tierzucht ganz allgemein, braucht es Zeit, bis sich ein solches Projekt entfalten kann. Darüber hinaus braucht es Mut, Unterstützung, Ideen und den Willen, um das Ziel gemeinsam zu erreichen. Es ist das Ergebnis des über Jahre gewachsenen Zusammenhaltes einer Gemeinschaft, die selbstbewusst ihre Leistungsfähigkeit kennt. Das wohl Ungewöhnlichste war die Aufforderung an die Besucher und besonders an die Verantwortlichen in den Verbänden, ihre Ideen für die Zukunft, auch Kritik, in der dafür eigens dekorativ gestalteten Zone, innerhalb der anspruchsvollen Präsentation, einzubringen. Weil dies eine nicht unbedingt gewohnte Vorgehensweise ist, haben zwei ModeratorinnenNicole AltstetterundSabine Krügerdazu aufgefordert und dort wo gewünscht, bei der Formulierung assistiert.

 

Natürlich bestand die Absicht,für unsere Zwerge und den Club den Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Dennoch wurde es kein reiner Selbstzweck, sondern ein Anstoß und zugleich eine Inspiration für überfällige Diskussionen, besser noch zu Handlungen mit einer gesellschaftlichen Ausrichtung. Spannend blieb bis zuletzt, in welchem Maße die Bereitschaft der Besucher zum Mitmachen erwartet werden konnte. Was dabei rüber gekommen ist, wird Sie überraschen. Weit weniger, welcher Personenkreis nicht daran teilgenommen hat.

 

Die Nachbearbeitung dieser Veranstaltung im „Rundblick“wird an  anderer Stelle Der ARGE-Homepage dokumentiert. Sie werden sicher einige spannende Anmerkungen lesen, jedoch sicher nicht auf alle Fragen eine Antwort finden.

 

Manfred Bartl

 

Interessierte können die Broschüre (56 Seiten, 96 Fotos, DIN A5 farbig) gegen Einsendung einer 1-Euro-Briefmarke beziehen bei:

 

Manfred Bartl, Karlmühlweg 7, 85049 Ingolstadt, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  

 

 

 

Die Zukunft im Blick – Mythos Chabo 

„Wie sehen wir uns und wie werden wir gesehen“, das soll Motto und die Fragestellung der diesjährigen Präsentation des Club der Chabozüchter auf der Deutschen Junggeflügelschau in Hannover sein. Es ist ein Auftritt für Alle, die etwas mehr erwarten. messestand-02

Wir werden wieder wunderschöne Chabo zeigen, die zusätzlich in einer attraktiven Stammschau zu sehen sein werden. Hier können wir mit viel Beachtung rechnen. Die Schönheit der Zwerge spricht für sich und wird Besucher anziehen. 

Wir haben uns jedoch mehr vorgenommen. 

Auf einer 120 m2 großen Fläche wird eine Präsentation entstehen, die schon vom Äußeren beeindrucken wird und hoffentlich noch viel mehr mit der damit verbundenen Aussagekraft.  Wir bauen einen modernen Messestand auf, der sich schon auf den ersten Blick sehr von den üblichen Präsentationen unterscheiden wird. Unterteilt in drei Bereiche, will der vordere auf unser Thema aufmerksam machen und zum Betreten einladen. Ein weiterer Bereich dient der Wissensvermittlung und darüber hinaus steht eine separate Diskussionszone zur Verfügung, in der hoffentlich viele Besucher die Möglichkeit wahrnehmen werden, ihre Gedanken mitzuteilen und Lösungsvorschläge einer konkreten Aufgabenstellung abzugeben.messestand

 Was haben wir vor? 

Wir wollen Aufmerksamkeit bei allen Gästen erzeugen – junge Besucher, Politiker, Funktionäre der Verbände und besonders die Züchterinnen und Züchter sollen sich aufgefordert fühlen, ihre Meinung mitzuteilen und Ideen für die Zukunft einzubringen. 

Hierzu wird es eine konkrete Fragestellung geben, die wir in der nächsten Ankündigung weiter definieren werden. Die Anmerkungen und Gedanken der Besucher werden durch unser Team auf Karten festgehalten und an einer Seitenwand, für jeden ersichtlich, befestigt. 

Worum geht es? 

In der gesellschaftlichen Betrachtung finden wir kaum statt. Und wenn, werden die Welten, die zwischen der Rassegeflügelhaltung und der Geflügelproduktion liegen, kaum wahrgenommen. 

Dennoch tragen auch wir einen Teil zur Volksernährung bei. Eine Chabohenne gibt eine hervorragende Geflügelsuppe und das Frühstücksei im eigenen Garten selbst „produziert“ zu haben, ist allein ein signifikanter Unterschied zur Massenproduktion. Hierzu gibt es viele  kritische Äußerungen – ein Umdenken ist aber kaum erkennbar, auch auf politischer Bühne. 

Die vorgefundenen Zustände werden von den Konsumenten geschaffen. 

Inzwischen ist aber ein Trend erkennbar, dem wir uns öffnen müssen. Ständig neue Lebensmittelskandale treiben den Wunsch der Menschen voran, sich zumindest ein Stück Unabhängigkeit hiervon zu schaffen. Im städtischen Bereich wird die „Urban-Farming-Bewegung“ immer populärer. Hier werden Gemüse und Blumen angebaut, aber auch Bienen von Privatleuten gezüchtet. Warum sollte nicht auch die Haltung von Rassegeflügel hier möglich sein? 

Wir müssen uns für die junge Bevölkerung endlich wieder  begreifbar und attraktiv machen. Zurzeit weiß man nicht einmal von uns. 

Besuchen Sie uns in Hannover. Teilen Sie uns Ihre Gedanken mit und diskutieren Sie mit uns. 

Fühlen Sie sich herzlich eingeladen.

  

 

 

2017  Club der Chabozüchter