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Folge 9

Goishis, hennenfiedrige Maruha-Chabomaruha 1

Maruha ist der Sammelbegriff für alle rundfiedrigen oder hennenfiedrigen Chabo.

In Japan müssen alle getupften Chabo hennenfiedrig sein, d.h.,  der Hahn hat hier die Federstruktur der Henne ohne verlängerte und spitze Federn im Hals- und Sattelbehang, ohne verlängerte Hauptsteuerfedern und ohne spitze  Nebensicheln. Grund dafür ist, dass sich nur auf einer runden Feder ein vollendeter Tupfen zeigen kann. Goishi sind daher unübertroffen in ihrem Zeichnungsbild zu den normalfiedrigen Chabo. Im Vergleich zu den gescheckten Mittelmeerrassen, die als schwarze Küken mit einer hellen Unterseite schlüpfen, sind die Küken der Goishi weiß und haben einen schwarzen Punkt ihrer späteren Farbe auf dem Kopf. Sie wechseln dann langsam in ein schwarzes Gefieder mit weißen Tupfen an den Federenden.

Der häufigste Farbenschlag neben rot-gelb-, blaugetupften und dreibunten sind die vonmaruha3 den Japanern als Goishi bezeichneten Chabo,  schwarz mit weißen Tupfen.

Die in Japan herausgezüchteten Goishi wurden vornehmlich Ende des 20.Jahrhunderts und in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts in Europa eingeführt. Leider verloren sie aber durch Einkreuzungen sehr schnell ihre Hennenfiedrigkeit. Ab den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts gelangten nach immer besseren Kontakten zu japanischen Züchtern wieder Goishis zu uns.

Um die wundervolle Zeichnung der Goishi zu erhalten ist es wichtig, dass die Federn der Kopfplatte vornehmlich weiß sind und in den Handschwingen weiße Federn gestattet werden.  Die meisten reinblütigen Maruha behalten auch mehrjährig ihre wundervolle gleichmäßige Tupfenzeichnung. Grundsätzlich lässt sich die Zeichnung der Maruha genetisch nicht genau fixieren. Es ist nicht entscheidend ob ein Tier einen großen oder kleinen Tupfen hat. Wichtig ist ein klarer Tupfen, dagegen sind schilfige Federn verpönt. Jedes Tier bei den Goishis ist farblich ein Unikat.

Goishi sind etwas kleiner als ihre normalfiedrigen Artgenossen. Sie wachsen langsamer und die Hennen brüten in der Regel sehr hartnäckig nach 6 bis 8 gelegten Eiern. Die Kämme der Hähne sind durch den hohen Anteil der weiblichen Gene, die die Hennenfiedrigkeit bewirken, im Vergleich zu anderen Chaborassen wesentlich kleiner. Auch sind die Sporen der meisten Hähne stark zurückgebildet.

Glücklicherweise hat sich im Chabo-Club eine kleine Gruppe von Züchtern gefunden, die mithilft, diese wundervolle Rasse durch intensive Zucht zu erhalten.

Goishi aus der Gruppe der Maruha-Chabo wurden 2004 durch Karl Winzer in glatter  und gelockter Federstruktur zur Anerkennung gebracht.

Kurt Michel

 

maruha2  maruha4 

 

 

 

 

    

 

2017  Club der Chabozüchter