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Folge 21

HIGO CHABO - Daruma

Der Name HIGO nimmt Bezug auf die alte Bezeichnung der Präfektur Kumamoto. Verschwenderisch ist das Grün auf der südlichsten Insel Japans.  In der Stadt  Kumamoto und vor allem in der Umgebung sind unzählige Naturschönheiten  erhalten geblieben. Ganz besonders laden zwei naheliegende Nationalparks  ganzjährig Touristen ein.  Im Osten der Insel Kyushu ist es der tätige Vulkan Aso und im Westen sind es die kleinen Amakusa-Inseln.

HIGO Chabo sind die großkämmigen  Chabo. Dazu gehören die Taikan und Daruma. Letzter sind die wohl die eigenwilligsten Erscheinungen in der Chabofamilie. Es ist die Varietät mit dem kurzen Schwanz und im Gegensatz zu dem großen Kamm ist der Körber verhältnismäßig klein. Fast unwirklich in der Anmutung wie auch umgekehrt urig und kraftvoll im Aussehen. Vielleicht ist damit alles in der Ausdrucksform enthalten, was die Japaner nach ihrem Verständnis gestalten wollen. Dies ist ihnen damit auch unnachahmlich gelungen. Es ist nichts künstliches damit verbunden, auch nicht in der Haltung oder Fütterung. Die Daruma sind ein Stück Natur, so möchte man glauben, letztlich ist es aber doch ein durch Menschen perfektioniertes Geschöpf.

In und um Kumamoto sind die HIGOs entstanden und auch heute ist die Verbreitung auf diese Region begrenzt.  Ist das ein Zufall oder sind die Tiere nur in dem dortigen Klima zu halten? Wie generell die äußeren Umstände Entwicklungen begünstigen und auch behindern können, so trifft dies auch auf die Daruma zu. Licht, Luft und Sonne, aber die Luftfeuchtigkeit haben Einfluss auf das Wohlbefinden der Tiere. Von Allem zu viel schadet im Normalfall den Organismus. Dies trifft besonders auf die Temperaturen, also auch für die Kälte und Wärme zu. Die in den 70er Jahren nach Deutschland importierten Daruma hatten es zunächst etwas schwer gesundheitlich stabil zu bleiben. Das ist längst überwunden, so dass vermutlich eine ähnlich große Population wie  in Japan auch in Europa vorhanden ist. Unstrittig ist die genetische Verankerung des großen Kamms gegeben. Es muss also nicht auf das typische Erscheinungsbild verzichtet werden. Die Daruma erhalten erst im ausgehenden Jugendalter die typische Körperform und den vollen Kopfschmuck. Dazu ist etwas Geduld notwendig, die vermutlich nicht jeder Züchter aufbringt. Dies ist auch der Grund, warum der Liebhaberkreis nicht sehr groß ist. Es sind keine Zwerge die in großen Mengen gezüchtet werden. Hier liegt der Bezug zu den Menschen sehr nahe, weil meist nur mit zwei kleinen Stämmen gezüchtet wird. Es bleibt eine Besonderheit, die schwarzen Daruma und noch viel mehr die geringe Population der Weißen. Das Wesen dieser Tiere zu verstehen, deren Schönheit wahrzunehmen lässt das Bewusstsein in ein Labyrinth der Gefühle eintauchen. Wem wundert es, wenn dabei ein Chabohimmel in den schönsten Farben entsteht und die Objektivität etwas verloren geht.

                                                                                                                                             Manfred Bartl

 

 

 

2017  Club der Chabozüchter