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Wörterbuch  Chabo - Deutsch, Deutsch - Chabo
oder: Fachjapanisch für Chabo-Leute
 

Im allgemeinen Sprachgebrauch der Chaboleute sind einige Ausdrücke üblich, die es zu erklären bedarf.

Nun ist es für den Chabo-Einsteiger ja schon kompliziert genug, dass der „eigentlich“ Chabo mit seinen 23 anerkannten Farbenschlägen in drei Federstrukturen (normalfiedrig, gelockt und seidenfiedrig), zumindest theoretisch, vorkommt.

Dennoch gibt es weitere, den Chabo zugehörige Varietäten - Spielarten.

Da wären zunächst die Okina-Chabo. Hier handelt es sich um die bärtige Variante der Chabo, die nur im weißen Farbenschlag anerkannt sind und statt der üblichen Kehlappen eine sogenannten Kinn- und Backenbart aus kleinen Federchen tragen.

Der Begriff „Okina“ steht für „Alter Mann mit Bart“.

Eine weiter anerkannte Varietät der Chabo sind die Maruha. Dies sind grundsätzlich getupfte Chabo mit der Besonderheit, dass das Schmuckgefieder der Hähne nicht lanzettförmig verläuft, sondern wie bei der Henne, rund endet. Hierfür steht der Begriff „Maruha“.

Dies leitet zur nächsten Begriffserklärung über.

In Japan ist in der Chabozucht die Henne eher das Mittel zum Zweck. Nun ist es bei den getupften Farbenschlägen so, dass das Farbspiel attraktiver erscheint, wenn die Feder mit einem klaren Zeichnungsbild auf der abgerundeten Feder endet. Der Tupfen verteilt sich so auf einer größeren Fläche und Hahn und Henne wirken in der Farbverteilung nahezu gleich. Die getupften Chabo mit runder Feder heißen Goishi.

Der in Europa verbreiteteste Farbenschlag ist schwarz mit weißen Tupfen, in Fachkreisen gerne als Butschibezeichnet. Dieser Begriff ist wohl durch eine Missverständnis oder einen Übertragungsfehler aus der Bezeichnung Goishi entstanden.

Unsere „Butschi“, mit normal langem Hahnenfefieder, kommen im Herkunftsland übrigens nicht vor und können als europäische Erfindung angesehen werden.

Ebenfalls einem Missgeschick bei der Übersetzung verdanken wir den noch immer sehr gebräuchlichen Ausdruck Siro“. Wir meinen damit die Weißem mit schwarzem Schwanz. Woher diese Bezeichnung kommt, kann man nur raten. Vermutlich ist er der japanischen Bezeichnung für weiße Chabo - Shiro- entliehen.

Eine weitere, sehr spezielle und in Deutschland nicht anerkannte Varietät der Chabo sind die Higo. Dies sind Chabo mit besonders großen Kopfpunkten, die in Japan eine sehr lange Tradition haben.

Die Higo werden wiederum unterschieden in den sehr groben Taikan, die in weiß mit schwarzem Schwanz vorkommen, und den kurzschwänzigen Daruma, die es in den Farben Weiß und Schwarz gibt.

Auf beide Spielarten wird an anderer Stelle (siehe Varietäten) ausführlich eingegangen.

Wir hoffen, hierdurch einen kleinen Beitrag geleistet zu haben, dem Fachjapanisch der Experten zukünftig besser folgen zu können.

 

 

 

2017  Club der Chabozüchter