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Willkommen!
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  • Nehmen Sie sich eine kurze Auszeit und genießen Sie die bunte Welt der Chabo

 Editorial Chabo Rundblick 2015-2

 

Der etwas andere Club

Heute gab es in aller Frühe eine Überraschung. Ein Biber hat in unserem Garten wieder eine Serbische Fichte umgelegt. Da kommen bei einem von der Natur begeisterten Menschen schon Zweifel auf, ob das alles so richtig ist. Es ist nicht die erste Fichte, die Opfer des Nagers geworden ist. Anfangs sagte ich mir – recht hat er, der Biber, denn diese Baumart gehört nicht in unsere Landschaft. Es ist der 1. Mai, an dem ich diese Zeilen schreibe. Verregnet und auch ziemlich kalt. In den Wochen davor hatte ich mir einige Gedanken zum Inhalt dieses Editorial gemacht und wollte über die ereignisreichen Tage bei der Frühjahrstagung schreiben. Jetzt suche ich nach den Wörtern und muss aufpassen, allein schon wegen dem damals herrlichen Wetter, nicht zu sehr ins Träumen zu kommen. Die Teilnehmerzahl mit rund 100 Personen zeugt davon, dass die Anziehungskraft unserer Zusammenkunft ausreicht um auch große Entfernungen zu akzeptieren. Die erwiesene Referenz der Teilnehmer wurde umgekehrt durch ein gut durchdachtes Programm bestätigt, welches ausgewogen und von allen wohltuend empfunden wurde. Manfred Haase hat es verstanden, ganz unaufgeregt alles in Szene zu setzen, und zwar so wie es vermutlich nicht alle erwartet haben. Es ist dort, in Waren an der Müritz, ein richtiges „Chabonest“, zur Gruppe Ost gehörend, jedoch mit einer Toleranz umgeben um sich frei entfalten zu können. Es ist schön so etwas beobachten zu dürfen. Es ist sicher nicht die Tagesordnung einer Jahreshauptversammlung, die den Anreiz für eine so starke Beteiligung gegeben hat, sondern es ist eine aus vielen Erfahrungen entstandene Wirklichkeit. Das gegenseitige Kennenlernen entspringt dem Versuch das Gegenüber zu verstehen, ggf. dessen Empfindungen wahrzunehmen. Je besser dies entwickelt ist, umso höher ist die Freude sich wieder einmal zu begegnen. Es scheint in unserem Club ein ziemlich ausgeprägter Zustand zu sein. Da geht es natürlich auch um Chabo, aber eben nicht nur. Hier werden Lebenserfahrungen und Erlebnisse ausgetauscht, die eine Gemeinschaft beflügeln. Gemeinsam wird man älter und es kommen immer und immer wieder begeisterte Frauen und Männer dazu. Ich wage zu behaupten, da gibt es kein einfaches „ICH“, sondern eine ausgeprägte Konstellation von „WIR“. Dies ist der Nährboden für die Fähigkeit gemeinsam
                  

Freude entstehen zu lassen und auch zu empfinden. Nicht nur das, sondern auch Freude zu verbreiten. Es dürfte zu einem Teil auch dafür stehen, dass der Club einen stetigen Zugang neuer Mitglieder hat. Dabei kommen neue Gedanken ins Geschehen und vielleicht auch ein, an die Zeit angepasstes Verhalten ohne den erhaltenswerten Teil an Traditionen zu vernachlässigen. Folgerichtig werden die vom Club ausgehenden Rahmenbedingungen für die Mitglieder wohlabgewogen modifiziert. Es hat sich im Laufe der Zeit ein Ambiente entwickelt, das für jede einzelne Person einen Zuschnitt zulässt, der sich nach den ganz persönlichen Möglichkeiten einrichtet. Im Klartext heißt das: Soll es eine bunte Chabo-Schar sein, ja bitte, oder mit einem ganz speziellen Farbenschlag im Wettbewerb bei Ausstellungen dabei sein zu wollen, auch das ist uns willkommen. Es gibt natürlich auch keinen Zwang zur Teilnahme an den Clubveranstaltungen. Es ist uns wichtig diese Freiheit zu bieten. Wohl wissend, dass die Freiheit des Menschen nicht darin liegt, alles tun zu können was er will, sondern darin, dass er nicht tun muss, was er nicht will. Was wir uns allerdings wünschen sind Menschen, die, die kleinen Haushühner schätzen lernen und anderen davon erzählen.

 Herzliche Grüße

Ihr Manfred Bartl

 

 

 

 

 

2017  Club der Chabozüchter