logotype
Willkommen!
  • Ein herzliches Grüß Gott, Hallo und Moin Moin.
  • Wir freuen uns sehr, Sie auf den neuen Seiten des Chaboclubs begrüßen zu dürfen
  • Nehmen Sie sich eine kurze Auszeit und genießen Sie die bunte Welt der Chabo

H5N8 - Die Sicht der Lage

Um die Humorebene ist es bei uns gerade schlecht bestellt.

Die „Vogelgrippe“, in welcher Form auch immer, tritt in unschöner Regelmäßigkeit in den späten Herbst- und frühen Wintermonaten auf. In den Monaten also, auf die wir uns das ganze Jahr freuen – zur Showtime.

Das Hoffen auf ein nötiges Augenmaß der Behörden, sowie das Bangen um die weitere Verbreitung sind uns inzwischen bekannt. Ebenso die Niedergeschlagenheit, die uns trifft, wenn wir die Tiere aufgestallen müssen und die Schauen untersagt werden. Einen neuerlichen Höhepunkt der Depression erfuhren wir nun durch die Absage der Bundessiegerschau in Leipzig.

Genau in diese Gefühlslage lancierte mein Arbeits- und inzwischen Chabokollege, diese Fotomontage des Hahns, der erstmal Urlaub macht und das ganze Theater hinter sich lässt. Mir zumindest hat er dabei geholfen, den Humor wiederzufinden, aber auch, den Kopf wieder etwas klarer zu bekommen. Schlechte Nachrichten verbreiten sich über die Sozialen Netzwerke im Sekundentakt, fast ebenso schnell sind Schuldige ausgemacht und Verschwörungstheorien geschmiedet, die dann sofort nachlesbar , aber eben nur dahingehend eine Hilfe sind, als dass man seinem Ärger Luft gemacht hat. Nach diesem erneuten Dilemma ist es an der Zeit, uns Gedanken darüber zu machen, wie wir dieser stetig wiederkehrenden Problematik zukünftig begegnen wollen.

Hierbei hilft es uns kaum weiter, wenn wir uns nur als „die Guten“ ansehen, die zu glauben wissen, wer das Virus verbreitet, aber ebenso im Dunkeln tappen, wie die angeblichen „Bösen“. Wir dürfen uns diesmal nicht wieder so lange damit aufhalten, den Zustand zu beklagen. Wir müssen uns Gedanken machen und Dinge verändern, die wir verändern können. Können wir die behördlichen Maßnahmen, die aktuell so hart treffen, beeinflussen? Ich glaube nicht. Die Politik handelt anhand, auf wissenschaftliche Erkenntnisse beruhende Beratung. Diese können wir anzweifeln, doch fehlen uns die Ressourcen, diese zu widerlegen. Wir rennen also mit dem Kopf gegen eine Wand, die für uns zu dick ist. 

 

 

 

Die „Vogelgrippe“ tritt regelhaft in einem bestimmten Zeitfenster auf,TM nämlich dann, wenn unsere späteren Schauen stattfinden. Hier haben wir mal moderate Verläufe und die Behörden reagieren mit Augenmaß. Bei der derzeitigen Seuchenlage, trifft uns aber die volle Härte der möglichen und unmöglichen Auflagen. Eine Chance wäre, das Schauwesen in seiner Abfolge, aus dem kritischen Zeitraum zu verlegen. Wie könnte das aussehen? Seit Jahren haben wir das Problem, das Geflügel und die Tauben zu den frühen Schauen gemeinsam auf die Ausstellungen zu bewegen.

Ein Gedanke wäre, diesen Versuch erst gar nicht mehr anzustreben, sondern separate Schauen für Tauben und Geflügel auszutragen. Tauben ganz früh im Jahr, von Januar bis März, das Geflügel im September und Oktober.

 Zu bevorzugen wäre aus meiner Sicht aber, die Schauen nicht zu separieren und demnach in den frühen Monaten im Jahr auszurichten. Was darüber hinaus stattfindet, bleibt die Sache der Vereine und Clubs und eben auch der Priorisierung der Züchter. Mir ist bewusst, dass ganz viel dagegen spricht - spontan fällt mir selbst so einiges ein - nur wollen wir in jedem Jahr darauf hoffen, dass es gut geht und regelmäßig in Kauf nehmen, dass Schauen ausfallen und wir, wie jetzt, uns um ein Jahreshighlight betrogen fühlen? Ich appelliere an die Verbände, sich an einen Tisch zu setzen und Möglichkeiten und Chancen zu besprechen. Dies ist nur eine Idee - sicherlich gibt es noch viele weitere. Das Gefühl des Nichts-Tun-Könnens jedoch, gefällt mir nicht. 

Udo Ahrens 

 

 
 
 
 
© Chaboclub von 1925
 
2017  Club der Chabozüchter