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 Man(n) ist ängstlich

 

Liebe Züchter, verehrte Züchterfrauen – so ist die übliche Anrede bei Veranstaltungen.Das heißt im Klartext - schön, dass die Frauen mit dabei sind, mehr aber auch nicht. Ja gebraucht werden sie auch noch, wenn es ums Kuchen backen für Veranstaltungen geht. Nicht unüblich ist darüber hinaus, dass mit dem angesetzten Damenprogramm die Frauen sofort von dem eigentlichen Ereignis ausgegrenzt werden. Die Quotenregelung für Frauen war jüngst ein hochpolitisches Thema, offensichtlich ein Restliches von dem gleich nach der Wahl zusammengeschrumpften Wahlversprechen. Was da alles angeführt wurde. Es gibt zu wenige Kandidatinnen, wegen der Babypause ist die Kontinuität nicht gegeben und überhaupt ist der berufliche Wiedereinstieg problematisch. rb2015-1

 

Unsere Realität ist von dem politischen Geplänkel völlig unberührt.Viele Frauen sind viel tiefer und stärker involviert als schlechthin bekannt ist, die jedoch nicht im Vordergrund erscheinen, wohl auch, weil es die Männerwelt gar nicht so gerne sehen will. Dabei sind Frauen in der Geflügelzucht gar nicht so „neu“. Bereits im 18. Jahrhundert waren Frauen sehr stark involviert, zu dem Zeitpunkt hauptsächlich der Mode wegen. Federn waren in der Mode ein gern genutztes Naturprodukt und wurden sehr individuell im Modestil, vor allem im 18. Jahrhundert eingesetzt und gerne getragen. 

Im 19. Jahrhundert widmeten sich gerade Frauen der Wirtschaftlichkeit des Geflügels, die nicht nur auf Eier und Fleischproduktion setzte, sondern auch die Federn für Kissen, Bettdecken etc. nutzte. Dabei gibt es sehr erfolgreiche Frauen in der Chabo-Historie. Die bekannteste unter ihnen istFreifrau von Ulm Erbach, die Nichte des berühmten JapanforschersPhilipp Franz von Siebold. Sie führte mehrmals Chabo aus Japan ein und beschrieb ihre Kenntnisse von der Zucht in Japan. 

Die Sympathien wechseln von der Weiblichkeit zu den Chabo, aber auch umgekehrt wieder zurück. Vielleicht entsteht darüber das Gefühl der Schmetterlinge im Bauch. 

*Frauen stärker als Züchter einbringen 

*Alte Strukturen aufbrechen 

*Nichtgeflügelzüchterisches Ambiente sollte einfließen in Schauen und Öffentlichkeitsarbeit. 

* Laien einbinden als wichtige Sympathisanten 

Im Übrigen überwiegen im englischen Chabo Club die Frauen als ausgewiesene Züchterinnen.Unstrittig haben Frauen viele, vielleicht auch einige andere Talente als Männer. Sie sind meist flexibler und haben teils einen „ 7. Sinn“ fürs real Machbare. Gerade aus der Industrie ist bekannt, dass in wichtigen Gesprächsrunden Frauen sehr analytisch vorgehen und ganz bestimmt zur Disziplin der Gespräche beitragen. Ob Männer und Frauen wirklich so unterschiedlich sind, darüber streiten sich die Wissenschaftler wohl auch noch in vielen Jahren. Fakt ist, das jeder seinen Teil in die Welt bringt und ohne das eine könnte das andere nicht existieren. Der Blick auf bestimmte Dinge ist dann doch bei Frau und Mann unterschiedlich, die Prioritäten werden dadurch unterschiedlich gesetzt. Sicher kein Nachteil für unser Ansinnen. 

In der Jetztzeit setzen viele Frauen auf die Geflügelhaltung als ganzheitliches Familienerlebnis.Nicht nur dass die „eigenen“ Eier und Fleischprodukte um ein vielfaches gesünder sind, auch spielt die Haltung und Pflege von Haustieren eine große Rolle in der Kindererziehung. 

Was ist zu tun? 

Zunächst tun die Männer gut daran von ihrem Sockel zu steigen. Wir sollten unser Handeln und Tun auf Frauen einstellen und das WIE mit den Frauen ergründen oder durch sie selbst erarbeiten lassen. Vermutlich wird die einseitig auf Ausstellungen ausgerichtete Tätigkeit den Ansprüchen nicht  genügen. Geeicht durch die täglichen Ansprüche werden sie mutig Themen angehen, die uns massiv interessieren müssen und die in der Gesellschaft einen Stellenwert  besitzen und Eingang in die Lehrpläne finden können. Voraussetzung ist die Bereitschaft zur Öffnung, die uns auch in der Gesellschaft Akzeptanz sichert. 

Aus dem Komplex  Humanökologie (Menschen und ihre natürliche Umwelt) lassen sich vielfältige, zu uns passende Themen isolieren und mit höchster Spannung gestalten und bearbeiten. Der Fokus gilt den jungen Menschen, die an den Programmen teilhaben und sie später selbst gestalten können.

 

 

 

 hr

 

2017  Club der Chabozüchter