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  • Nehmen Sie sich eine kurze Auszeit und genießen Sie die bunte Welt der Chabo

 

 Neue Wege in Vereinen und Clubs

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Fall 1: Eine junge Familie baut ein Reihenhaus in einer Neubausiedlung.An der Hauswand entsteht  ein schmucker kleiner Hühnerstall mit einer kleinen Voliere davor. Der Tipp stammt von der Oma, die selbst als Kind noch Hühner auf dem Bauernhof erlebte. Wenn die Kinder aus der  Schule kommen, erhalten die fünf völlig zahmen Chabo und Zwergseidenhühner Freilauf auf dem Rasen und werden von den Kindern viel herumgetragen. Die kleine Hühnerschar ist in den vergangenen drei Jahren zu einer Attraktion in der Siedlung geworden, und wenn jeweils um Ostern Küken schlüpfen, ist das ein besonderes Erlebnis für die ganze Nachbarschaft. Inzwischen ist eine zweite Familie dazugekommen, in deren Garten sich nun eine kleine Herde Zwerghühner tummelt. Sich einem Kleintierzuchtverein anzuschließen, darauf haben die Familien bisher noch keinen Gedanken verschwendet.

Fall 2: Dritter Freitag im Monat. Monatsversammlung des Kleintierzuchtvereins. Vierzehn Mitglieder, alles Männer meist im Rentenalter, haben sich eingefunden. Manchmal sind es auch weniger. Man redet über die vergangenen und kommenden Ausstellungen, findet sehr kritische Worte über die Bewertungen durch die Preisrichter, beschwert sich über den Impfzwang und die teuren Ausstellungsgebühren. Die Sprache ist deftig, nicht alle Äußerungen sind druckreif, nichts für  zarte Gemüter. Man klagt, dass die Zahl der Mitglieder immer weiter zurückgeht. Die Zukunft des Vereins, da sind sich alle einig, sieht nicht rosig aus.

Man kann sich schwer vorstellen, diese beiden Gruppen zusammenzubringen.Die Sprache, die Themen, der Umgang und das Interesse an den Tieren liegen meilenweit auseinander. h2Und doch gehen viele der Anregungen, die in Hannover bezüglich der Zukunft der Vereine und Clubs gegeben wurden, in die Richtung, dass wir die Trennung zwischen Haltern und Züchtern überwinden müssen. Einige der Forderungen lauten:

*Vereine sollten sich für Halter öffnen

*Ortsvereine sind für „Laien“ unattraktiv

*Akzeptanz von „Nur-Hobby-Haltern“ und deren Fragen

*“Einsteiger“ werden zu wenig unterstützt

*Geflügelliebhaber integrieren

*Laien einbinden als wichtige Sympathisanten

*Die Szene nicht mehr in Liebhaber und Züchter trennen

*Die Familien mit Kindern sollten mehr im Blick sein

*Anfangssorgen mit Beratung begleiten

*Umdenken in den Ortsvereinen (Schauzeitpunkt und –Gestaltung)

*Warum muss ich Mitglied im Ortsverein sein, um ausstellen zu dürfen?

* Frauen als Züchterinnen stärker einbinden

Ein Erfolgsfall:Eine Familie, die bisher keinen Bezug zu Hühnern hatte, kauft ein Haus auf dem Land. In der Nachbarschaft gibt es einen Geflügelzüchter. Das eigene Grundstück erlaubt es, auch einige Tiere zu halten. Aus den ursprünglich vier Zwerghühnern sind nach und nach drei Stämme Zwergaraucana und Chabo geworden. Inzwischen hat die Familie nicht mehr einfach nur Freude an den Tieren, sondern es ist eine richtige Zucht entstanden und die Erhaltung der Rassen und der spezifischen Merkmale ist inzwischen ebenfalls wichtig. Sie suchten längere Zeit nach einem Verein, in dem sie ihre Fragen vorbringen und über ihre Themen diskutieren können. Tierschutzfragen sind ihnen wichtiger als Ausstellungsbewertungen. Endlich haben sie einen Verein gefunden, der ihren Interessen zumindest teilweise entgegenkommt.

Wo liegt der Schlüssel für die Zukunft?Unsere Vereine und Clubs müssen sich öffnen, die Mitgliederstruktur muss sich ändern. Clubs wie der Chaboclub und einige Vereine haben dies erkannt und vermelden seit Jahren  steigende Mitgliederzahlen. Unter den Neumitgliedern ist der Anteil der Frauen sehr hoch. Da trägt das Bemühen Früchte, nicht nur passionierte Züchter aufzunehmen, hrsondern auch für Mitglieder interessant zu sein, die unsere Chabo vorwiegend zu ihrer Freude halten, sie gerne im Garten laufen sehen und Spaß an ihrem zutraulichen Wesen und ihrem schönen Aussehen haben. Damit sich Geflügelhalter in unseren Reihen wohl fühlen, müssen sich der Ablauf der Vereinsversammlungen und die Züchtertreffen der Clubs  der neuen Situation anpassen. Hier ist Flexibilität gefragt.

 

 


2017  Club der Chabozüchter