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Die Sicht des Monats - August  2017

SDM BH 120Langbeinig – Was nun ?

Die Diskussion um die langbeinigen Chabo hat in den letzten Wochen wieder Fahrt aufgenommen. Auf der Hauptversammlung in Celle wurde das Thema wiederholt angesprochen und seit kurzem ist auf Anregung von Sabine Krüger in der facebook-Gruppe eine ausgiebige Diskussion im Gange. Ich möchte deshalb dieses Thema auch an dieser Stelle aufgreifen und zum Mitdiskutieren anregen.

Es sind vor allem zwei Punkte, die immer wieder angesprochen werden:

1. Setzen wir langbeinige Tiere in der Zucht ein und was bringt das?
2. Sollte die Möglichkeit bestehen, langbeinige Chabo auf Ausstellungen zu zeigen?

Das Thema, langbeinige Chabo in der Zucht einzusetzen, bekam vor einigen Jahren eine besondere Bedeutung, als wir durch die Qualzuchtdebatte in den Verruf kamen, dass durch die Verpaarung kurzbeiniger Tiere in der Nachzucht der Letalfaktor zum Tragen komme und dadurch Küken im Ei stecken bleiben. Die Regelung, grundsätzlich kurzbeinige mit langbeinigen Tieren zu verpaaren, brachte uns damals aus der Schusslinie. Die derzeit am Wissenschaftlichen Geflügelhof dazu laufenden Forschungen werden hoffentlich etwas Klarheit bringen, was es wirklich mit dem angeblichen Letalfaktor bei den Chabo auf sich hat. Darüber hinaus wäre es sehr interessant, wenn diejenigen unter uns, die seit Jahren wirklich systematisch und nicht nur vereinzelt langbeinige Tiere in ihrer Zucht eingesetzt haben, über ihre Erfahrungen berichten würden. Mein Problem dabei ist: Bei dieser Zuchtmethode fallen 50 Prozent langbeinige Tiere. Das heißt, die Hälfte der Nachzucht ist damit bisher von vorne herein nicht ausstellungsfähig.

Deshalb ist die Forderung verständlich, auch langbeinige Chabo auf Ausstellungen zeigen zu können. Darüber gehen die Meinungen jedoch weit auseinander. Es ist für mich nicht vorstellbar, langbeinige Chabo neben kurzbeinigen gleichberechtigt auf Ausstellungen in den Käfigen stehen zu sehen. Ein langbeiniger Chabo ist kein Chabo, wie man sich diese Rasse in der Öffentlichkeit und unter Züchtern seit jeher vorstellt und was den besonderen Reiz dieser Rasse ausmacht. Und das sollten wir nicht in Frage stellen. Andererseits haben wir im Chaboclub mit der Einführung der fancy-Abteilung die Möglichkeit geschaffen, Tiere zu zeigen, die früher auf Ausstellungen nicht zugelassen waren. Wäre es denkbar, die fancy-Abteilung, die das Ausstellen von  nicht anerkannten Farbvarianten ermöglicht, zu erweitern und eine „leggy“-Abteilung anzuschließen, in der langbeinige Tiere gezeigt werden können. Es wäre festzulegen, welche besonderen Bewertungskriterien für diese Tiere zu beachten wären wie z.B. Stärke der Läufe, Winkelung usw. Vielleicht könnten diese Kriterien sogar  Hinweise geben, welche langbeinigen Tiere für die Zucht besonders geeignet sind.

Als Dr. Heidenreich 1993 in einem Diskussionsbeitrag im damaligen Mittelungsbrief des Chaboclub anregte, die Möglichkeit zu bieten, auch langbeinige Tiere auszustellen, hat er damit heftige Reaktionen ausgelöst. Allerdings ist das Thema seither nicht vom Tisch. Vielleicht führt die derzeitige Diskussion zu einer akzeptablen Lösung, deren Ziel es sein muss, unsere Chabo weiter zu fördern.

Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Freude mit Ihren Jahrgang 2017. 

Bernhard Hoch
 
 
 
 

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